Der EDV Katastrophenplan – Wie Ihr Unternehmen die IT schnell wieder einsatzfähig macht

Der EDV Notfallplan – Wie Sie in einer EDV-Notsituation handeln können

Nehmen Sie sich einmal 5 – 10 Minuten Zeit und lesen die folgenden Abschnitte chronologisch . Danach werden Sie manche Anregungen erlangen, mit der Sie Ihre Firma in puncto IT Zuverlässigkeit künftig besser sichern können.

Hand aufs Herz: Kennen Sie die Verfahren, die in Ihrem Betrieb dazu führen ihre IT im Falle eines Katastrophenfalles wiederumder funktionstüchtig zu machen?
Schildern Sie doch einmal unterschiedlichen Mitwirkenden Ihrer IT-Gruppe folgenden spekulativen Fall: Alle Server sind im Zuge eines Brandes bzw. anderen Schadens nicht mehr einsetzbar. Fragen Sie die EDV-Kollegen, mit welchem Verfahren und nach welcher Anleitung und vor allem in welcher Reihenfolge die IT wieder startklar gemacht werden kann.
Sofern Sie nun unterschiedliche oder gar diverse, notfalls auch gegensätzliche Reaktionenbekommen, dann benötigen Sie ohne Frage einen schriftlich erstellten IT Notfallplan.

Wozu dient ein IT Wiederherstellungsplan?

Ein IT Wiederherstellungsplan dient als Vorgabe bzw. als Leitfaden für einen akuten Krisenfall in Ihrer EDV. Das kann ein Elementarschaden-wie etwa ein Feuer oder ein Hochwasser – aber genauso ein anderes schwerwiegendes externes Geschehnis sein. Ebenso kann ein IT Fehler dadurch sichtbar werden, dass Mitarbeiter Ihres Betriebs – geplant oder ungewollt – Fakten entfernen oder schlimmer noch ein Angreifer von außen auf Ihren Betrieb zugreift und zum Beispiel Daten löscht oder ändert.

In so einem Fall muss ihre IT Gruppe schnell, solide und konsequent den für Ihre Firma „passenden“ Zustand ihrer EDV Systeme wiederherstellen sowie darauffolgend sicherstellen, dass derartige Vorkommnisse sich lieber nicht wiederholen.

Das nachfolgende Exempel ist ein konkretes Szenario, das in der Erfahrung leider immer wieder vorkommt: Ein Feuer im EDV-Raum Ihrer IT-Abteilung.


Ein Brand in den Betriebsräumen Ihres Unternehmens ist für sich schon eine Katastrophe. Wie Sie ungeachtet in so einem konkreten Fall vom verschmorten Serverschrank bzw. zerstörten Servern abermals zu einer funktionierenden EDV kommen, ist der Inhalt dieses Artikels.

Durchführung bei einem IT-Notfall:

In einem derartiger Fall, gehen Sie bitte exemplarisch wie folgt vor:

  • Stellen Sie eine Gruppe mit allen wichtigen Leute Ihres Unternehmens zusammen, die entweder an der Lösung des Problems arbeiten werden oder geradewegs betroffen sind. Es kann sich hier anbieten bzw. es ist unter Umständen empfehlenswert ein geteiltes Team aufzustellen, ein sog. Kernteam, das die ursprüngliche Bearbeitung erledigt und ein erweitertes Team welches „lediglich“ auf dem Laufenden gehalten werden muss.
  • Stellen Sie fest, welche Informationen bzw. EDV Systeme aus externen Beständen verfügbar sind und durch externe Quellen wieder beschafft werden können.


    Ganz wichtig: Bitte versuchen Sie auf keinen Fall defekte Geräte alleine bzw. selbstständig wieder in Gang zu setzen. Dies ist in den allermeisten Fällen, die Ihr Unternehmen externen EDV Spezialisten überlassen sollten.
    Bei der Recherche nach externen Quellen für Ihre bestehenden Daten kommen zum einen ihre Lieferanten für Hardware infrage, die Ihnen meist schnell neues Equipment liefern. Viel elementarer ist ungeachtet, dass sie mit bestehenden Datensicherungen oder anderen Quellen ihre eigentlichen Betriebsinformationen, z.B. Geschäftskorrespondenz, ERP-Software oder Vergleichbares wiederherstellen können.
  • Schätzen Sie den Gesamtschaden. Viel wichtiger: Machen Sie eine Bewertung, wie lange die Unterbrechung bzw. Wiederherstellung dauern wird. Während sie die voraussichtlichen Kosten der Beschaffung meist einzig mit ihrer Geschäftsführung besprechen müssen und es hier in der Regel kaum Wahlmöglichkeit gibt, ist der Zeiteraum zur Wiederherstellung des Normalbetriebs ein eine wesentliche Information, die möglichst viele Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen kennen müssen.
    Der Rat an dieser Stelle: Einen Kollege für die Kommunikation zum Rest des Betriebs bzw. zu ihren Mitarbeitern abzustellen sowie diesen explizit mit dem Anliegen der Informationsweitergabe zu beauftragen.

  • Nehmen Sie jetzt Ihren IT-Wiederherstellungsplan in die Hand und folgen Sie diesen in der Regel Schritt für Schritt. Sofern Sie keinen ausgearbeiteten bzw. fertigen EDV Notfallplan haben, müssen Sie nun auf der Stelle eine Herangehensweise definieren das Ihnen dabei hilft die zentralen Arbeiten und Entscheide in der richtigen Reihenfolge zu erledigen.
    Sollten Sie keinen ausgearbeiteten IT Notfallplan vorliegen haben, so raten wir Ihnen, einen externen IT Experten für diese Aufgabe kurzzeitig hinzuzuziehen.

  • Halten Sie während der Arbeiten zur Wiederherstellung ihrer IT zweifellos Ihre Kollegen und Key-Player auf dem Laufenden. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der IT Systems können – im unangenehmsten Fall mehrere Tage währen. Während dieser Zeitspanne ist es sehr gut möglich, dass ihr Betrieb besonders gestört oder im äußersten unterbrochen ist. Deshalb haben oftsowohl Mitarbeiter als auch die Geschäftsführung und bei mehrtätigen Störungen auch Ihre Abnehmer natürlich den Wunsch über den Grad und die Dauer der Unterbrechung informiert zu werden.

  • Führen Sie die Wieder-Inbetriebnahme] der IT-Systeme unbedingt stück für Stück durch und halten Sie sich an die in ihrem Notfallplan definierten Reihenfolgen. Genauso hier sei erneut gesagt, dass die Kommunikation der chronologischen Schritte sowie die Befolgung des Kommunikationsplans aus Ihrem EDV Notfallplan elementar sind.

  • Protokollieren Sie die detaillierten Arbeitsschritte die sie schon getan haben wie auch die Resultate dieser Aktionen. Eine klar dokumentierte Protokollierung aller Handlungen sowie Vorgehensweisen hilft Ihrem Unternehmen nachträglich, ihren Plan anzupassen, zu aktualisieren bzw. notfalls vollständig zu korrigieren.

Die bisherige Auflistung dient bloß zu einer groben Orientierung, um Ihrer Firma ein möglichst realistisches Bild eines EDV Notfalls zu geben. Neben der konkreten Bedrohung durch ein Feuer, durch einen Sturm- oder andere Elementarschäden bestehen natürlich – dummerweise mittlerweile – noch ganz andere, viel offenkundigere Möglichkeiten, dass ihre IT gestört wird bzw. einen Defekt hat .
Dazu gehört zusätzlich zum menschlichem Versagen insb. vor allem die Gefahr eines Diebstahls innerhalb des Unternehmens wie von außen. Da sie sich in aller Regel nicht völlig gegen sämtliche Schäden versichern können, empfehlen wir Ihnen einen durchdachten IT Notfallplan mindestens einmal im Jahr zu prüfen und wenigstens einmal (meistens nach der Produktion) wirklich zu testen sowie damit auf Plausibilität zu kontrollieren.

Die dafür zu leistende Arbeit ist zwar erheblich. Sie lohnt sich aber fast immer, da Sie für den den Notfall die passende Blaupause liefert.

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